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Die griechischen Ursprünge von Ischia: Pithecusae, die Wiege des Mittelmeers

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Eine Reise zu den Wurzeln der westlichen Zivilisation, im Herzen der grünen Insel

Ischia, heute bekannt für seine Thermalquellen und atemberaubenden Landschaften, birgt eine faszinierende Vergangenheit, die bis ins 8. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht.

Damals war die Insel als Pithecusae bekannt und eine der ersten griechischen Kolonien im Westen – ein kultureller Knotenpunkt im Mittelmeerraum.

Die Ursprünge von Pithecusae: Die erste Kolonie der Magna Graecia

Um 770 v. Chr. gründeten Siedler aus Eretria und Chalkis (Städte auf der Insel Euböa) die Stadt Pithecusae auf der heutigen Insel Ischia.

Diese Siedlung war nicht nur eine Kolonie, sondern ein echtes Handelszentrum, das den Austausch zwischen Griechen, Etruskern und Phöniziern förderte.

Die strategische Lage der Insel im Golf von Neapel machte sie zu einem zentralen Punkt für den Handel im westlichen Mittelmeer.

Die Bedeutung des Namens "Pithecusae“

Doch woher stammt der Name „Pithecusae“?

Die Etymologie bietet verschiedene Interpretationen.

Einige Theorien führen den Namen auf pithekos, also „Affe“, zurück – möglicherweise wegen angeblicher Affenvorkommen auf der Insel.

Laut Plinius dem Älteren könnte der Name jedoch vom griechischen pithoi stammen, was sich auf die großen Tonkrüge bezieht, die auf der Insel hergestellt wurden.

Tatsächlich war Pithecusae für seine Keramik- und Metallverarbeitung bekannt.

Der Fund des sogenannten „Nestorbechers“, eines Gefäßes mit griechischer Inschrift, zusammen mit anderen Artefakten, belegt das hohe kulturelle und künstlerische Niveau der Gemeinschaft – und unterstützt damit sowohl die Namensdeutung als auch die Bedeutung als Handelszentrum.

Der Niedergang von Pithecusae und sein kulturelles Erbe

Trotz seiner einstigen Blüte verlor Pithecusae an Bedeutung zugunsten anderer Kolonien wie Cumae und Neapel.

Naturereignisse wie Erdbeben trugen zum Niedergang der Siedlung bei. Doch das kulturelle Erbe von Pithecusae lebt weiter – durch seinen Einfluss auf spätere Zivilisationen in der Region und durch archäologische Funde, die heute im Archäologischen Museum von Pithecusae aufbewahrt werden.

Das Museum in Lacco Ameno beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Fundstücken aus der antiken Kolonie. Zu den bedeutendsten Objekten zählt der bereits erwähnte Nestorbecher.

Das Museum ermöglicht Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte und Kultur der Insel.

Die griechischen Ursprünge Ischias stellen somit ein grundlegendes Kapitel in der Geschichte des Mittelmeers dar. Ein Besuch der Insel bedeutet nicht nur, ihre natürliche Schönheit zu genießen, sondern auch, die Wurzeln der westlichen Zivilisation wiederzuentdecken. Entdecke das antike Gesicht Ischias und plane deinen Aufenthalt im Dorf Sant’Angelo!